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Zuletzt aktualisiert:

17.03.2006

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Der Anfang

Das Klavier meiner Großeltern hatte es mir seit jeher angetan. Schon als ich noch ein kleiner Junge war. Immer wenn ich bei meinen Großeltern zu Besuch war, versuchte ich, dem Instrument ein paar Töne zu entlocken. Damals muss sich das furchtbar angehört haben.

Meine Mutti konnte sehr gut Klavier spielen. Bei einem Stück, dem "Elfengesang" von Oskar Gassmann (den kennt heutzutage garantiert keiner mehr), bekam ich immer eine Gänsehaut. Ich konnte es nicht oft genug hören. Da wusste ich: Eines Tages möchte ich das auch können.

Ein kleines Kinderklavier hatte ich damals schon, nur mit weißen Tasten und mit nur zwei Oktaven, aber immerhin, besser als nichts. Bald kam auch ein etwas größeres hinzu, das auch schwarze Tasten und auch ein paar Töne mehr.

Musik gehört hatte ich damals auch schon sehr gern. Wieder und wieder hatte ich versucht, Melodien, die mir gefielen, auch auf dem Klavier zu spielen. Das gelang dann mit der Zeit auch immer besser. Weil sich mein Vater ganz gut mit Harmonielehre auskannte und darüber hinaus vortrefflich Wissen vermitteln konnte, lernte ich nach und nach auch, wie man zu den Melodien eine Begleitung spielen kann.

Als ich dann in die Schule kam, wurde mein Wunsch nach einem richtigen Klavier immer größer. "Um Himmels Willen, wie soll das denn gehen? Ein Klavier in einer Neubauwohnung und dann noch im vierten Geschoss?" Meine Eltern waren von der Idee überhaupt nicht begeistert.

In der ersten Klasse kam dann ein Lehrer aus der Volksmusikschule in den Musikunterricht und versuchte, Interesse bei den Schülern zu wecken, ein Instrument spielen zu lernen. Die meisten interessierten sich für Blockflöte oder Violine. Das war mir alles nichts. Ich wollte Klavier spielen lernen, ebenso wie es meine Eltern dereinst gelernt hatten.

 

Der Klavierunterricht

Ich glaube, ich hatte meine Eltern damals erheblich genervt. Jedenfalls gingen wir eines Tage zur Volksmusikschule, um uns nach ein paar Details zu erkundigen. Die Klavierlehererin, die uns in Empfang nahm, betrachtete abschätzend meine Finger und sagte zu meinen Eltern: "Die Finger sind zum Klavier spielen viel zu lang. Warum lassen sie ihn nicht Geige lernen?" Auf die Idee, mich zu fragen, was ich möchte, kam sie nicht. Ich glaube, die Antipathie, die ich für diese Klavierlehrerin vom ersten Moment an empfand, beruhte auf Gegenseitigkeit. Die Volksmusikschule konnte ich getrost abhaken.

Aber jetzt aufgeben? Keinesfalls! Wir konsultierten den Klavierlehrer, bei dem schon mein Vater als junger Mann Klavierunterricht genommen hatte. Er gab Privatunterricht, und dieser war in etwa doppelt so teuer, wie der an der Volksmusikschule. Aber bei ihm hatte ich von Anfang an ein gutes Gefühl, und es war auch überhaupt kein Problem, bei ihm Unterricht zu nehmen.

Blieb nur noch die spannende Frage: "Brauchen wir wirklich ein großes Klavier? Kann man eventuell auf dem Kinderklavier üben?" Die Antwort war eindeutig und die Begründung schlüssig: Bei einem Kinderklavier sind die Tasten schmaler, außerdem verfügt es nicht über Pedale. Wenn man Klavier spielen lernen will, braucht man ein richtiges Klavier.

Wenn es so ist, dann ist es so. Aber: Wo bekommt man ein Instrument her? Wo stellt man es hin? Wirklich viel Platz hatten wir nicht in unserer Wohnung. Aber, wenn man etwas wirklich will, findet sich eine Lösung, und eines Tage stand ein schönes Klavier, gebaut von Fa. Thürmer aus Meißen, in meinem Kinderzimmer. Das Zimmer war ja vorher schon recht eng, nun war es außerordentlich eng. Aber Hauptsache, ein Klavier war da.

Noch heute spiele ich gern auf meinem Thürmer-Klavier

Anfang der dritten Klasse begann dann der Klavierunterricht mit dem legendären Lehrbuch "Klavierschule von Erika und Christa Holzweißig". Den inhaltsschweren Text des ersten Stückes werde ich nie vergessen: "Jetzt ist die Maus auf den Ofen gekrochen ist runtergefallen hat's Schwänzchen gebrochen."

In der ersten Zeit übte ich wie ein Besessener. Ich freute mich über jede neue Stück , das ich spielen konnte. Aber die Jahre zogen ins Land und mehr und mehr versuchte ich, alle Schlager, Songs, und sonstigen Musiktitel, die ich im Radio hörte, aus dem Gehör nach zu spielen. Es machte mir einfach mehr Freude. Mein Klavierlehrer hatte seine liebe Not mit mir. Ich fürchte, meinetwegen sind ihm so einige graue Haare gewachsen. "Bei Deinen Fingersätzen wirst Du Dir noch die Finger brechen!" prophezeite er mir. Na ja, so weit ist es zum Glück nicht gekommen. Trotzdem, bis zum Ende der elften Klasse bin ich jede Woche zum Klavierunterricht gegangen.

 

Die "selbstgebastelten" Lieder

Anno 1978 war es dann passiert. Ich war zum ersten Mal so richtig verknallt. Aber sie war in einer anderen Klasse und deshalb so nah und doch so fern. Irgendwie wollte ich es meinem Klavier erzählen. Ich wusste bloß nicht wie. Es sollte noch mehr als vier Jahre dauern, bis ich es herausgefunden hatte.

Es war 1981, auf der Jugendweihereise nach Bulgarien. Sie gefiel mir vom ersten Moment an. Aber, wie es so ist, sie war mit ihren Eltern dort und ich mit meinen. Eine vollkommen dusselige und verkorkste Situation. Wir gingen auseinander, ohne ein Wort miteinander gesprochen zu haben und ohne Chance, uns je wieder zu begegnen. Ich hatte gehofft, sie zufällig auf einen der Dias, die mein Vater geknipst hatte, zu finden - Fehlanzeige. Aber damals wollte ich sie nicht vergessen, irgend etwas musste doch bleiben.

Einen Monat später, auf einer Radtour mit meinem Vater, schwirrte mir plötzlich eine Melodie durch den Kopf. Die Melodie passte - der Text dazu war nur Fleißarbeit. Und so war es entstanden, mein erstes Lied, bzw. auf neudeutsch mein erster Song: Ein langsamer Walzer, viel zu lang und schnulzig. Aber das Ziel war erreicht: Es war etwas unvergessliches geblieben.

Später sind noch viele Lieder dazu gekommen. Für alle, die es lesen wollen, habe ich einige der Texte in deutscher und in englischer Sprache zusammengestellt.

 

Musik als Beruf?

Oft bin ich gefragt worden, warum ich die Musik nicht zu meinem Beruf gemacht habe. Die Idee hatte ich natürlich auch schon gehabt. Aber als es um meine Berufswahl ging, hatte ich das Gefühl, durch Routine und Arbeitsalltag eines etwas zu verlieren: Die Freude an der Musik.

Die Musik ist so ein wunderschönes Hobby - und das soll sie auch bleiben.

(Wobei das natürlich kein Dogma ist: Die Zeiten ändern sich und wir alle machen dabei mit...)

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